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Politik: Probleme der Jugendämter und Familiengerichte

Wir konnten heute auf Initiative unserer Freunde von „Nein Lass das!“ mit einer wichtigen Person in einem Bundesland im Süden der Republik videokonferieren. Vielen Dank an die FDP, die uns diese Möglichkeit gegeben hat, einem Volljuristen auf Augenhöhe Probleme anhand eines von uns begleiteten Falles aufzuzeigen.

Probleme der Jugendämter und Familiengerichte

Die von uns angesprochenen Probleme sind die folgenden:

  1. Fehlende Sachverhaltsaufklärung bei Gefährdungsmeldung/durch Familiengericht
  2. Kontrolle Arbeit Verfahrensbeistände/Gerichte/Jugendämter
  3. Keine inhaltliche Kindesanhörung – Empfehlung Kinderschutzkommission Gutachter als Berater – vielleicht grundsätzlich im geschützten Heimumfeld
  4. Maßnahmen dürfen nicht an der Umsetzbarkeit scheitern bzw. im Zweifel Täter-Opfer-Umkehr
  5. Gutachterauswahl, Prüfung Qualität, Beweisfragen, Vorgaben von Anknüpfungstatsachen

Natürlich sind diese Punkte nicht abschließend. Da es sich aber um ein konstruktives Arbeitsgespräch handelte, mussten wir uns auf Punkte beschränken, die im dortigen Bundesland bekannt und bereits diskutiert wurden und zumindest auch fiskalisch auf Landesebene gelöst werden können.

Bald mehr Infos und Gespräche

Das Gespräch war sehr informativ, wir bedanken uns für die echte Aufmerksamkeit und das echte Interesse am Gespräch. Das Angebot, weitere Aspekte zu melden, werden wir gerne annehmen.

Hierzu werden wir Euch bald mehr Infos geben und Euch beteiligen, soweit möglich.

Eine Antwort auf „Politik: Probleme der Jugendämter und Familiengerichte“

Danke für die Aufklärungsarbeit! Ich bin gerade in einem extrem nervenaufreibenden Verfahren genau mit diesen Problematiken konfrontiert.
Als Alleinerziehende mit ADHS (Diagnose erst Sommer 2023), einem entsprechenden Lebenslauf und einem undiagnostizierten verhaltensauffälligen Sohn (6) ist man völlig machtlos gegen die maßlosen Übertreibungen und Lügen, da das Gericht von Vornherein keine Zweifel an der Richtigkeit der Aussagen des Jugendamtes, des von ihm bestellten Verfahrensbeistandes und schließlich der Sachverständigen hat. Keiner von all diesen Leuten hat eine Ahnung von ADHS, aber darum geht es ja schließlich nicht. Es geht darum, dass das Jugendamt mit seiner Behauptung nicht falsch liegen darf, dass das Verhalten meines Kindes an meiner Erziehungsweise liegt. Es ist niederschmetternd wenn man Beweise hat, die keiner sehen will und ganz genau weiß, dass das nicht zum Wohle des Kindes geschieht, obwohl das wie ein Mantra von der Gegenseite (= alle Anwesenden außer mir und meiner Anwältin natürlich- das ist eine undurchdringliche Wand!) immer wiederholt wird, als würde es sich dadurch bewahrheiten. Und alles das offensichtlich, damit das Jugendamt nicht zugeben muss, eine Fehleinschätzung vorgenommen zu haben! Untermauert von der Kita-Leitung, der das Jugendamt vor 1,5 Jahren sofort zur Seite stand als sie aufgrund ihres starken Personalmangels eine Unterstützung für meinen Sohn erhielt, nachdem ich schon viele Jahre länger bei der gleichen Stelle um effektive Unterstützung GEBETTELT hatte und keine bekommen habe. Stattdessen wurde ich immer hingehalten, man suche weiter, es sei einsehbar dass in meinem Fall die HZE keine entlastende Stütze sein würde. Nachdem ich mich geweigert hatte, eine betreute Wohnform auch nur in Erwägung zu ziehen da es unverhältnismäßig und unzumutbar war, folgte nach langer ergebnisloser Pause eine Einladung zu einem Gespräch, „um weiter nach Möglichkeiten der Entlastung zu suchen“. Was dann geschah, war etwas völlig anderes: direkt nach der Begrüßung wurde ich aufgefordert, die Zustimmung dafür zu geben, dass die Kinder fortan in einer Wohngruppe untergebracht würden (ich habe noch eine 14jährige Tochter, die ich im Wechselmodell mit deren Vater betreue), sollte ich dem nicht zustimmen, ginge es eben vor Gericht. Keine Bedenkzeit (die an meiner Antwort sowieso nichts geändert hätte) und keine weitere Begründung, lediglich „wir haben uns das jetzt lange genug angeschaut“ oder etwas ähnliches. Ein Protokoll gab es nicht. Es wurde auch total vergessen, dass wir für unsere Tochter gemeinsames Sorgerecht hatten, der Vater reagierte umgehend mit Anwalt, dann gab es ganz schnell ein Einlenken). Das war vor einem Jahr. Heute war der zweite noch schlimmere Gerichtstermin als der erste. Die Ungerechtigkeit ist unerträglich, aber ich darf darunter nicht zusammenbrechen, denn ich muss mich gerade jetzt mit letzter Kraft um meinen Sohn kümmern, sonst wird mir erst recht unterstellt, dass ich instabil und depressiv sei. Aber es scheint ein aussichtsloser Kampf und damit ist nur ein bisschen größtenteils qualitativ unzufriedenstellende gemeinsame Zeit mit meinem Sohn gewonnen, denn nun darf ich zwischen zwei unannehmbaren Optionen entscheiden, die auf gar keinem Fall dem Kindeswohl, sondern dem der Gegenseite entspricht, sei es in ruf-erhaltender, positions-stärkender, monetärer Form oder irgendwelcher anderer Interessen, vielleicht zur Stärkung der Kooperation untereinander.
Ist das ein Spiel? Weil es ja schließlich auch um Kinder geht???

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